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27.01.2019 · Im Gedenken an den Holocaust. Holocaustgedenktag 2019.
27.01.2019

Heute vor 74 Jahren wurden das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau und die zwei Konzentrationslager Auschwitz und Monowitz befreit.


Wir gedenken den Opfern des Nationalsozialismus und denen der Shoa: Den Jüd*innen, Sinti und Roma, Homosexuellen, Kriegsdienstverweigerer*innen und Revolutionären, Andersdenkenden, Andersaussehenden und allen anderen die vom Nationalsozalismus verfolgt und ermordet worden, mundtot gemacht und vertrieben worden sind.

Wir gedenken den Opfern des Ersten und Zweiten Weltkriegs und den Verfolgten und Toten gegenwärtiger Kriege.

Es ist wichtig, Verantwortung für den Schutz der Welt vor den Gräueltaten des Faschismus zu übernehmen und wiederaufkommende Strukturen zu erkennen. Ein antifaschistischer Kampf muss immer auch ein antikapitalistischer sein, denn nur das System, in dem wir leben, ist für die Saat von Rassismus und Diskriminierung verantwortlich.

Denn: Rassismus und Diskriminierung sind die Samen des Faschismus.


Um Esther Bejarano, eine Holocaustüberlebende, die so auf dem NSU-Tribunal in Köln sprach und vor einigen Monaten auch in Hamm auftrat, zu zitieren:


"Wehret den Anfängen ist nicht mehr aktuell! In Zeiten, in denen wieder Unterkünfte brennen, Politiker offen rassistische Äußerungen tätigen, die AfD unter dem Deckmantel der Demokratie gewählt werden darf, aber zeitgleich offen mit Nazis und Rassist*innen paktiert und Menschen erlaubt, ihre menschenverachtende Ideologie des Nationalsozialismus unerkannt zu verbreiten und weiterzuführen, in der bekannt wird, wie sehr die Bundeswehr von Nazis und Rassist*innen unterwandert ist und dies wieder als neu und Einzelfall abgetan wird, stehen wir nicht vor den Anfängen, nein wir sind mittendrin."


Nie wieder Krieg heißt auch nie wieder Faschismus!